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Mitglied im Bezirksverband Hannover der Kleingärtner

Richtig kompostieren

Jeder Gartenfreund hat die verschiedensten Abfälle im Garten. Laub, Unkraut, Pflanzenreste oder der Kaffeesatz oder Teebeutel. Vieles kann man selbst recyceln und die Nährstoffe für die nächste Pflanzengeneration nutzen. Das Einbringen von Kompost in den Boden lockert diesen auf und verbessert die Struktur.

Was darf auf den Kompost?
  1. Eierschalen
  2. Kaffeesatz und Teebeutel
  3. Pappe und Zeitungspapier
  4. Küchenpapier und Papiertaschentücher
  5. Herbstlaub
  6. Stauden- und Strauchabschnitte
  7. Obst- und Gemüsereste
  8. verwelkte Topfpflanzen und Schnittblumen
  9. Rasenabschnitte (am besten in dünnen Schichten, da sonst Fäulnisgefahr besteht)
  10. Kleintiermist (kein Katzenstreu)
Was darf nicht auf den Kompost?
  1. Speisereste tierischen Ursprungs (Knochen, Fleisch, Käse, Fischgräten, Backwaren)
  2. Kohle- und Holzkohleasche
  3. Hunde- und Katzenkot
  4. Katzenstreu
  5. Kehricht, Staubsaugerbeutel
  6. Unkraut (außer, dieses hat noch keinerlei Samen gebildet)
  7. Wurzelunkräuter (z. B. Girsch, Quecke; diese können allerdings in gut eingetrocknetem Zustand kompostiert werden)
  8. Metalle, Steine, Kunststoffe
  9. Pflanzenteile, die mit Krankheiten infiziert sind

 

 

 

 

Fachberatung

Bei Fragen zum Baumschnitt, Bepflanzungen, oder Gestaltung ihres Gartens steht Ihnen gerne unsere Fachberaterin Frau Csengery zur Seite.

 

Salz und Essig – nicht auf den Gartenwegen !

Liebe Gartenfreunde,

nach den erfreulichen Farbtupfern der Frühblüher geht’s in den Vollfrühling . Wir genießen jeden sonnigen Tag im Garten und freuen uns, an Allem das wächst und gedeiht. Na ja -  nicht an Allem.

Da sind sie wieder, die lästigen Unkräuter. Ein Gartenfreund hat sie nett als „Kulturbegleitpflanzen“ bezeichnet. Aber müssen die unbedingt auf den Wegen vor unserem Garten wachsen, wo doch immer wieder darauf hingewiesen wird, diesen unkrautfrei zu halten?!

Es hat sich in unserem Verein eingebürgert, dem Unkraut auf den Wegen mit Salz und/oder Essigwasser zu Leibe zu rücken. Je mehr desto besser. Aber mal ehrlich – dem Unkraut ist das herzlich egal. Es wächst einfach immer wieder nach. Ganz anders als so mancher Strauch, der in Wegnähe kümmert, weil er mit dem hohen Salzgehalt nicht mehr klar kommt.

Viel schlimmer ist der Schaden unter der Oberfläche. Salz und Essig belasten das Grundwasser. Genau das Wasser, das wir hochpumpen und wieder auf unsere Gemüsebeete gießen. Guten Appetit auch!

Nach dem Pflanzenschutzgesetz ist das Ausbringen von Herbiziden (worunter auch Salz und Essig fallen) ausdrücklich verboten, auf Bürgersteigen, Gehwegen privaten Hofflächen und Zufahrten. Da wird bei Verstoß sogar mit Geldbußen bis 50.000  Euro gedroht! Dem Gesetzgeber scheint es hier wirklich ernst zu sein.

Wir alle schätzen einen guten Boden. Und der ist voller Kleinstlebewesen, die unermüdlich mit der Umwandlung und dem Aufbau von Stoffen beschäftigt sind, die unsere Pflanzen mindestens so nötig zum Wachstum brauchen, wie die jährliche (organische) Düngergabe. In nur einer Handvoll bester Gartenerde finden sich mehr lebende Organismen als Menschen auf dem gesamten Planeten. (nach Erhard Henning)

Sie alle sind unverzichtbar für einen fruchtbaren Boden - und sie alle werden durch Salz und Essig vernichtet.

Aber die Gartenordnung sagt ja, der Weg sei sauber zu halten. Was tun? Abflammen ist eine Alternative, weil nur oberflächlich. Jäten ist eine weitere Möglichkeit, die ich vor meinem Garten anwende. Die kleinen Kräutchen werden ausgezupft, und wenn sich Löwenzahn traut, Wurzeln zu schlagen, schneide ich ihn bündig ab. Nach ein paar Mal gibt er dann auf und treibt nicht mehr neu aus. Als Arbeitsaufwand rechne ich 1 ½ Stunden pro Monat.

Vor meinem Garten wächst übrigens auch nicht mehr „Unkraut“ als sonst im Weg.

In diesem Sinne „Gut Grün“ Euch allen,

Margarita Csengery,
Fachberatung

 

 

Fachberatung Infos der Abendfrieden Fachberatung

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Liebe Gartenfreunde,
Im Februar habe ich ein Tagesseminar im Haus des Bezirksverbandes besucht. Thema war Krankheiten an  Gartenrosen , tierische Schädlinge und Nützlinge, sowie Empfehlungen für pflegeleichte Rosensorten. 
Ich möchte Euch hier eine kleine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte geben, denn in fast jedem Garten unseres Vereines wächst eine Rosenpflanze mehr oder weniger üppig.
Wenn die Rose  üppig wächst, hat der Gartenfreund  alles richtig gemacht. Aber immer wieder kränkelt eine Pflanze trotz liebevoller Pflege.

Da ich wegen des Urheberrechtes hier nicht einfach Beispielfotos der Schadensbilder einstellen kann, verweise ich Euch auf die Internetseite des Rosenzüchters Noack,  ( www.noack-rosen.de  ). Dort habe ich gute Bilder und Beschreibungen dessen gefunden, was auch im Seminar behandelt wurde.

Doch einerlei, ob Sternrußtau, , echter oder falsche Mehltau, Rosenrost, Blattlaus, Rosenblattrollwespe . . .
Die Dozenten waren sich einig, weder Fungizide noch Insektizide anzuwenden, sondern vorbeugend zu handeln:

•    Regelmäßiger Schnitt.  Mutig auf 3 bis 5 Augen zurückschneiden. Die beste Zeit dazu liegt um die Forsythienblüte herum. Die Rose auch innen auslichten, damit das Blattwerk genug Luft bekommt. Schnittwerkzeug zwischendurch in 70 % Alkohol desinfizieren.
•    Altes Laub entfernen (bei Befall  besser nicht auf dem Kompost, sondern im Müll entsorgen)
•    Boden locker und durchlässig halten. Wenn wir im Juni/Juli den Boden 3 bis 4 cm auflockern, stören wir Schädlingslarven und geben Vögeln Gelegenheit, diese „biologisch“ zu entfernen.
•    Wässern nur an den Wurzeln
•    Luftiger, sonniger Standort
•    Bei Sortenwahl auf robuste Pflanzen achten. (ADR – Prädikat)
•    Bei von Zikaden befallenen Rhododendren ab Mai Gelbtafeln in die Büsche hängen, um ein Überspringen auf die Rosen zu vermeiden.
•    Düngen in Maßen. Überdüngte Pflanzen sind anfälliger für tierische Schädlinge.

Gelegentlichen Befall überlebt jede Rose und bei tierischen Schädlingen, wie z.B. den Blattläusen stellen sich nach ca. zwei Wochen  entsprechende Fressfeinde ein – vorausgesetzt, es wird kein Insektizid gespritzt. Damit vertreiben wir die Nützlinge und schädigen auch noch den Vogelnachwuchs. Denn auch Vögel ernähren sich zur Brutzeit von Blattläusen und Co.

Wenn alles Vorbeugen nichts nützt und die Rose über Jahre hinweg immer wieder gerade von Pilzen befallen wird, lautet die Empfehlung:  Rose ersetzen.  Der Boden soll dabei 50x50x50 cm ausgetauscht werden.
Während bei manchen Sorten aus den 1980 Jahren ein regelmäßiger Einsatz von Pestiziden ganz unbekümmert vorausgesetzt wurde, sind die Züchter heute  weiter. Es gibt nun Rosen, die wesentlich robuster sind, als ältere Sorten. Wer Interesse an Empfehlungen hat, kann mich ansprechen, ich gebe die Tipps des Seminars gerne weiter.

Übrigens  bietet der Rosenfreundeskreis Hannover immer wieder Sprechstunden im Gebäude des Bezirksverbandes, Gottfried-Keller-Straße. Die Termine findet Ihr in Eurer Zeitschrift „Garten und Familie“

„Gut Grün“  und reiche Rosenblüte,

Margarita Csengery,
Fachberatung